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19. Februar 2008
Gemeindezentrum  Reformierte Kirche

"Das kurze Leben der Sonja Okun"

Lesung mit Carmen Renate Köper

Mit Musik von Prof. Dr. Peter Cahn


                                  Carmen Renate Köper und interessiertes Publikum





                                                                 Volles Haus bei der Lesung



                Oberbürgermeisterin Petra Roth informiert sich über Sonja Okun







Carmen Renate Köper, geboren in Dortmund. Schauspielerin, Engagements unter berühmten Intendanten wie Schalla, Stroux, Buckwitz und Eschberg. Drehbuchautorin, Fernsehfilme, Buchveröffentlichungen. Berufstitel Professorin, verliehen von der Republik Österreich. Ehrenplakette und Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main, Leuschner-Medaille des Landes Hessen, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Lebt in Frankfurt am Main.
http://www.carmen-renate-koeper.de




Zum Buch
"Das kurze Leben dieser so wunderbar heiteren Jüdin war ein tieftrauriges Martyrium. So starb sie auch. Da es an höchster Stelle versäumt wurde, spreche ich sie heilig", so der berühmte Regisseur Fritz Kortner in seinen Memoiren.  Carmen Renate Köper hat sich - angeregt durch die Auschwitz-ÜberlebendeTrude Simonsohn - auf Spurensuche begeben. Entstanden ist ein Buch, das ein faszinierendes jüdisches Frauenleben dem Vergessen entreißt und Theatergeschichte lebendig macht. Sonja Okun, am 26. Januar 1899 in Minsk, Russland, geboren, lebte ab 1904 in Hamburg und ab 1919 in Berlin. Als junge Frau begegnete sie berühmten Zeitgenossen wie Fritz Kortner und Bertolt Brecht, später Leo Baeck und Paul Eppstein. Sie hat die Menschen, denen sie begegnete, zutiefst beeindruckt: mitreißend, aufregend, humorvoll und aufopferungsvoll. Zutiefst enttäuscht von ihrer fast 20 Jahre währenden Liebe zu dem berühmten Regisseur Erich Engel ging Sonja Okun erkrankt 1936 in die Schweiz, kehrte aber 1938 nach Berlin zurück, arbeitete in der Jugendalijaha und versuchte, wo sie konnte, bedrohten Juden zu helfen. Am 27. Januar 1943 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, am 28. Oktober 1944 in den Tod nach Auschwitz.


Prof. Dr. Peter Cahn geboren in Frankfurt am Main. Von 1954 an unterrichtete Peter Cahn zunächst an Frankfurter Gymnasien und am Konservatorium. Ab 1962 wirkte er am Musikwissenschaftlichen Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität als Dozent für Formenlehre und Musiktheorie und leitete dort das Collegium Musicum. Gleichzeitig erhielt er einen Lehrauftrag für Tonsatz, Formenlehre und Gehörbildung an der Musikhochschule Frankfurt, die ihn 1982 zum Professor für Musikgeschichte und Musiktheorie berief.

Die Bedeutung Peter Cahns für das Musikleben unserer Stadt und darüber hinaus gründet sich aber nicht allein in seinen Lehrtätigkeiten. Als Komponist zahlreicher Werke, deren Spannungsbogen sich von zwei- und vierhändigen Klavierkompositionen über Kammermusik verschiedener Besetzungen, Lieder und Kantaten bis hin zu Bühnenmusiken und Orchesterwerken erstreckt, machte er sich auch als Musiker von Rang einen Namen.


Die Musiker


Maike Kunstreich begann im Alter von 12 Jahren ihren ersten Cellounterricht. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie an den Hochschulen in Frankfurt am Main, Hannover und Detmold. Ihre Lehrer waren Alexander Molzahn, Friedrich- Jürgen Sellheim und André Navarra. Sie nahm an Meisterkursen im Rahmen der  „Weimarer Seminare“ teil, ist vielgefragte Solistin und regelmäßig in Frankfurter Orchester-Ensembles mit. Vor ihrer Lehrtätigkeit am Dr. Hoch’schen  Konversatorium und an der Musikhochschule in Frankfurt am Main wirkte sie lange Zeit beim RSO Frankfurt mit.

Wolfgang Hess studierte nach dem Abitur am Frankfurter Lessing- Gymnasium zunächst Schulmusik an der Musikhochschule und Alte Sprachen an der Joh.-W.-Goethe-Universität in Frankfurt am Main, um dann seine Klavierstudien in Hannover und Berlin fortzusetzen. Zu seinen Lehrern gehören August Leopolder, Erika Haase, Helmut Roloff und Gisela Sott.
Seine solistische und Kammermusiktätigkeit- Konzerte und Rundfunkproduktionen- führte ihn durch die europäischen Länder, in die USA und nach Südostasien. Neben dem Duo- und Triospiel hauptsächlich mit Streichern (1986 Gründung des Clara-Schumann-Trios am Hoch’schen Konversatorium) hat er sich mehr und mehr auch der Liedbegleitung zugewandt. Er unterrichtet als Klavierdozent am Dr. Hoch’schen Konversatorium für Musik in Frankfurt am Main.